„Ein Lied für jetzt“: Die Ärzte trotzen der Corona-Krise mit einem neuen Song

Mitten im Corona-Shutdown veröffentlichen die Ärzte (aus Berlin!) einen brandneuen Song, der jetzt die Problematik mit einem Augenzwinkern aufgreift. So sieht man Bela, Farin und Rod jeweils allein zu Hause, wie jeder für sich einen Teil zum neuen Titel beisteuert. Zum Ende des Songs werden die einzelnen Spuren dann zusammengelegt, so dass die drei doch noch gemeinsam spielen. Wie das klingt, könnt ihr hier hören:

Der Text ist wieder einmal ganz nett geworden, da die Berliner einmal mehr aktuelle News in einem Song verarbeiten und sich zum Beispiel über das Klopapier-Hamstern der Deutschen lustig machen. Zudem nimmt man die Langeweile zu Hause nun geschickt als einen Anlass, um ein neues Album anzukündigen:

Wir sitzen zuhause und langweilen uns
Drum haben wir dieses Lied hier hingehunzt
Wir würden gern auf Tour gehen, das ist grad nicht erlaubt
Drum haben wir zuhause ein paar Songs zusamm’ geschraubt
Die nehmen wir bald auf, das sei hiermit versprochen
Bald haben wir ein neues die ärzte-Album ausgebrochen

Das kann allerdings auch nicht darüber hinweg täuschen, dass der Song eher musikalisches Mittelmaß ist. Und das letzte reguläre Studio-Album („auch“) ist übrigens im Jahr 2012 erschienen und damit nun also schon über acht Jahre (!) her. Seitdem hätte man die Zeit ja vielleicht auch so für einen neuen Longplayer nutzen können – wobei „auch“ damals eher schwach ausgefallen war und viel Mittelmaß geboten hatte.

„Metallica Mondays“: Jede Woche eine Metallica-Show im Live-Stream

Wenn man in der Corona-Krise mehr Zeit als gewohnt zu Hause verbringt, kann einem schon einmal die Decke auf den Kopf fallen. Willkommene Abwechslung bieten Metallica, die nun ihre Schatzkiste öffnen:

Need to take a break from Netflix before you binge-watch the entire library? Introducing our brand new concert series: #MetallicaMondays on our YouTube channel and on Facebook! Tune in to watch for free and subscribe to our YouTube channel for alerts as streaming begins on #MetallicaMondays!

Jede Woche soll es also von nun an unter dem Motto „Metallica Mondays“ einen neuen Live-Mitschnitt geben, der montags gestreamt wird. Los ging es diese Woche mit einem Konzert, das im vergangenen Sommer in Irland stattgefunden hat. Wer den Live-Stream verpasst hat, kann die Show hier abrufen:

Wer keines der kommenden Konzert verpassen will, sollte hier den YouTube-Kanal abonnieren.

Playlist: Drei absolut geniale Rock-Songs, die ihr bei Spotify gerade verpasst

Bereits über 50 Mio. Tracks lassen sich nach offiziellen Angaben bei Spotify streamen. Da sollte an sich ja eigentlich alles dabei sein, was das Classic-Rock-Herz begehrt. Möchte man zumindest meinen. Doch weit gefehlt. Denn selbst von einem absoluten Big Player wie Bon Jovi gibt es nach wie vor nicht jeden Titel im Spotify-Archiv. So fehlen immer wieder vereinzelte Songs, die zwar einmal regulär auf einem Tonträger veröffentlicht wurden – im Streaming-Zeitalter aber nun plötzlich drohen, in Vergessenheit zu geraten.

Das darf nicht passieren! Deshalb an dieser Stelle drei absolute Top-Songs, die ihr bei Spotify nicht findet:

    Mr. Big „Shadows“. Veröffentlicht 1990 – also zwischen den beiden Alben „Mr. Big“ und „Lean Into It“. Erschienen auf dem Soundtrack-Album zum Kinofilm „Navy Seals“. Fremdkomposition von Giorgio Moroder, also nicht selbst von der Band geschrieben. Straighter Rock-Song mit einem eingängigen Chorus und einzelnen Keyboard-Soundtupfern, was für Mr. Big eher ungewöhnlich ist. Sound noch stark in den 80ern verwurzelt, erinnert an Hairmetal-Bands wie Poison.
    Bon Jovi „Wedding Day“. Veröffentlicht 1995. Geschrieben von Jon und Richie. Wurde damals als Single-Track auf eine CD gepresst, die als Bonus dem damals aktuellen Album „These Days“ beigelegt wurde. Dessen Sound bietet auch dieser Song. Also eher eine ruhige und melancholische Nummer, wie man sie so auch auf dem 95er-Album häufig findet. Ruhige Ballade mit einem tollen Solo von Sambora – wobei: gibt es von ihm überhaupt auch schlechte? Wer Bon Jovi bis Mitte der 90er Jahre mag, wird diese Nummer lieben.
    Anywhen „Movie“. Veröffentlicht 1997. Vom gleichnamigen Debut-Album der Band „Anywhen“. Eine Alternative-Rockband aus Schweden, die heute wahrscheinlich keiner mehr kennt. Also der Freak in dieser Auswahl sozusagen. Die Nummer hatte ich damals auf irgendeinem Musiksender entdeckt – und finde den Song auch heute noch klasse. Auch eher ruhiger und melancholisch, aber irgendwie auch total schön. Gebt dem Song einmal eine Chance – er hat es definitiv verdient!

Neugierig geworden? Alle Songs gibt es auf YouTube bzw. oben in der Playlist von mir. Viel Spaß damit 🙂